Waldorfpädagogik in Bruchhausen Vilsen
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Was beinhaltet Waldorfpädagogik?

Alle Schüler unterschiedlicher Begabungen werden von der 1. bis zur 12. Klasse in einem konstanten Klassenverband vereint. "Sitzenbleiben" gibt es nicht.

Viele Fächer werden in Epochen unterrichtet: 3-4 Wochen lang  wird ein Fach jeden Morgen zwei Stunden lang  erteilt, um dann zu ruhen. Dieses ermöglicht ein intensives Eintauchen in die Materie und festigt das Erlernte sicher.


Klassenlehrer

Der Klassenlehrer führt die Kinder durch die ersten acht Schuljahre. Das Schulkind wird in dieser Zeit in seiner Besonderheit wahrgenommen und in der Entwicklung durch den Klassenlehrer begleitet und gefördert.

Lernen wird umfassend verstanden:

Formenzeichnen, Eurythmie, Gartenbau, Handarbeit oder Werken spiegeln im Lehrplan ein vielfältiges Erfahrungsfeld.

In der Oberstufe ergänzen Praktika den Fächerkanon.


Fremdsprachenunterricht

Englisch und Französisch, werden ab der 1. Klasse unterrichtet. Dies geschieht zunächst sprechend und spielerisch.


Abschlussarbeiten

Individuelle Abschlussarbeiten und gemeinschaftliche Theatergestaltungen in der 8. und 12. Klasse ermöglichen die Präsentation vor der Schulgemeinschaft. Eine große Herausforderung für jeden Schüler.

Was uns trägt

Schule Text1  . . . als die Idee, Lern- und Lebensraum zu
        schaffen,

  • Geborgenheit und Freiraum für jedes Kind zu geben,
  • Sicherheit und Entfaltungsmöglichkeiten,
  • Vertrauen und Herausforderungen zu schaffen . . .

. . . getragen von dem Ziel,

  • den jungen Menschen auf seinem Entwicklungsweg zu
  • begleiten und zu stützen, so dass verantwortungs-
  • volles Handeln und freies Urteilen ermöglicht wird.

. . . im beweglichen Wandel der vielfältigen sozialen

  • Prozesse zwischen Lehrern, Eltern und Schülern,
  • durch Mitgestalten jeder einzelnen Individualität . . .

Die Gestaltung des Jahreslaufes in der Schulgemeinschaft

In der Schule unterscheiden wir zwischen Schulfeiern, die einen eher ernsteren Charakter tragen und Schulfesten, bei denen es munter zugeht.

  • Quartalsfeiern
    In regelmäßigen Abständen zeigen die Kinder der verschiedenen Klassen sich gegenseitig einzelne im Unterricht erlernte und erarbeitete Beiträge. Diese Veranstaltungen sind, soweit nicht anders angegeben, schulintern.
  • Sommerfest
    Nach Darbietungen  der einzelnen Klassen aus der künstlerischen Arbeit findet, bisher stets im Kurpark der Samtgemeinde, zum Hochsommer ein vergnügliches und öffentliches sommerliches Treiben mit verschiedenen Spielangeboten für die Kinder und einer Kaffeetafel für alle statt.
  • Adventsmarkt
    Zum Beginn des Advent gibt es hier schöne kunsthandwerklich verfertigte Dinge zu erstehen. Den Kindern werden stimmungsvolle Spiele passend zur Jahreszeit geboten.
  • Osterfest
    Hier begrüßen wir den Frühling in einer stimmungsvollen Quartalsfeier mit Liedern, Gedichten und kleinen Geschichten.
  • Pfingstausflug
    Kurz vor dem Pfingstfest ist es uns zur Gewohnheit geworden, auf Schusters Rappen als ganze Schule in die Wälder und Auen zu ziehen und dort im Freien froh zu sein.
  • Michaelizeit und Erntedank
    Zum Wechsel in die dunkle Jahreszeit gedenken wir der vergangenen Monate, die uns mit vielen Früchten verwöhnt haben. Wir wollen bereit sein wie St.Michael, dem Dunklen zu wehren und unser inneres Licht stärken, wie in einem Michaelslied, in dem es heißt: "St.Michael mit der Waage steht, er wägt die Frucht und die Spreu verweht."
  • Advent
    Jeden Montag, der einem Adventssonntag folgt, beginnen wir mit einer kleinen Feier die folgende Woche. Adventslieder werden gesungen, eine kleine Erzählung folgt.
  • Weihnachtsfeier
    Zum Auftakt der Weihnachtszeit besinnen wir uns in einer umfangreichen Feier, die vor allem weihnachtliche Inhalte trägt, als Schulgemeinschaft auf die bevorstehende Zeit. die Kinder zeigen, was sie in der Adventszeit dazu gelernt haben. Ein kleines schulinternes Dreikönigsfest beschließt nach den Weihnachtsferien die Weihnachtszeit.

"Ich will lernen"- zur Förderarbeit an unserer Schule

Etwas nicht gleich zu können - das ist erst einmal die normale Ausgangssituation in der Schule für jedes Kind. Durch Vormachen, Wiederholen, Erklären und kontinuierliches Üben wird dann gelernt.
Manchmal jedoch "hakt" dieser Prozess bei einem Kind und die Gründe dafür sind nicht immer gleich ersichtlich.
Um bereits im Vorfeld möglichst umfangreich die pädagogischen Aufgaben zu erkennen, führen wir bei der Einschulung neben der staatlich verpflichtenden eine waldorfinterne Einschulungsuntersuchung sowie eine Reihenuntersuchung im Lauf des zweiten Schuljahres, wenn sich erste Schulgewohnheiten gefestigt haben, durch.

Auffälligkeiten werden jeweils im Anschluss daran mit den Eltern besprochen.
So können ggfls. schon vor Schulbeginn von den Eltern entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
Weiterhin wird die Schulentwicklung eines jeden Kindes individuell beobachtet, um ganz konkret zu erkennen, ob ihm körperlich, seelisch und geistig alles so zur Verfügung steht, dass es ungehindert und mit Freude lernen kann, also die altersgemäße "Lernreife" errungen hat.

Der im Stundenplan veranlagte Förderunterricht umfaßt zwei Schwerpunkte

- das Schaffen von Lernvoraussetzungen

- eine individuell auf einzelne Schüler abgestimmte Arbeit an den Grundlagen der Lerninhalte.

Diese Arbeit ist besonders im Unterstufenbereich von wichtiger Bedeutung für die Entwicklung der Kinder.
Bei sonderpädagogischem Lernbedarf muß die Möglichkeit einer Beschulung an unserer Schule durch die pädagogischen Fachkräfte geprüft werden.

Kunst-Musik-Handarbeiten-Werken-Bildhauern-Theater spielen - Eurythmie-
bleibt da noch Zeit für "richtige" Schule?


Die Waldorfschulen sind Einrichtungen mit einem breiten musisch-praktischen Angebot. Tatsächlich stehen alle Künste, bis hin zur Architektur, im Lehrplan. Doch ist die Waldorfschule keine Schule für ausschließlich musisch begabte Kinder.
Die Künste in ihrer Ausübung unterstützen in ihrer Vielfalt vielmehr die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und neben dem Erlernen von künstlerischen und handwerklichen Grundlagen wird eine eigene Handlungskompetenz begründet.
In der künstlerischen Tätigkeit lernt der Mensch, auch Alltagssituationen mit mehr Offenheit, Gelassenheit, Fantasie und Selbstdisziplin zu begegnen und in Prozessen zu denken und zu handeln.
Eine grundlegend andere Lern- und Lehrhaltung wird dadurch veranlagt.
 

  • Soziale Fähigkeiten
    Kein Mensch wird mit sozialer Kompetenz geboren.
    Diese wird durch ein langes Leben erworben. Die festen sozialen Bezüge in der Waldorfschule zwischen Lehrern, Eltern und Kindern, die auf langjährige Verbindlichkeit angelegt sind, unterstützen die wichtige sozial-moralische Orientierung und den entsprechenden Erwerb bei allen Beteiligten.

    In den wöchentlichen Konferenzen des Kollegiums, in Elternabenden, in den Unterrichten mit den Kindern und im häuslichen Gespräch nehmen die vielfältigen Schulbelange einen entscheidenden und breiten Raum ein, indem immer wieder gegenseitiges Verständnis erübt wir
  • Der Unterricht
    Das wesentliche Ziel des Waldorfunterrichtes ist es, daß die Kinder und Jugendlichen im Laufe ihrer Entwicklung in möglichst vielen Lebensbereichen Einblicke und Lernerfolge erlangen können und so durch die Schulbildung in ihrem Bewusstsein und Können breit veranlagt werden.
    Den Hauptunterricht erteilt der Klassenlehrer jeden Morgen zwei Zeitstunden lang. Der Lehrer bereitet diesen Unterricht vielfältig auf: zu seinem Werkzeug gehören musikalische, sprachliche, darstellende Übungen ebenso wie plastisch-bildnerische Tätigkeiten.
    In der Unterstufe ( Klasse 1-3) wechseln sich Schreib-/Leseepochen mit Rechenepochen ab.
    Ab der dritten Klasse werden diese durch den Sachkundeunterricht altersstufengemäß erweitert.
    In den Unterrichten wird generell darauf geachtet, dass Lebenskunde und ein umfangreiches Allgemeinwissen einen breiten Raum einnehmen.
    Die Arbeitsunterlagen und -ergebnisse werden im Unterricht weitgehend selbst gestaltet.

    Die Methode in der Waldorfpädagogik geht davon aus, dass Lernen ein stetiger Prozess ist. Am Ende des Schuljahres werden keine Notenzeugnisse sondern Entwicklungsberichte erteilt.
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